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Foto: Wikimedia, CC BY-SA 3.0 Beckmannjan

Forschung

Oktopus-Antrieb aus dem 3D-Drucker für Boote

Letztes Update am 03.07.2013, 17:29

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung habe einen Rückstoß-Antrieb für Wasserfahrzeuge entwickelt, welcher der Fortbewegungsmethode von Oktopoden nachempfunden ist.

Kraken können sich in Bedrängnis blitzschnell aus dem Gefahrenbereich manövrieren, indem sie Wasser in die sogenannte Mantelhöhle saugen und es durch einen beweglichen Trichter wieder nach außen drücken. Je nach Richtung des Strahls können sich die Tiere durch den Rückstoß in verschiedene Richtungen bewegen. Über kurze Strecken können die Kraken auf diese Weise enorm beschleunigen.

Die deutschen Forscher haben dieses Prinzip mit Hilfe eines 3D-Druckers kopiert, wie golem berichtet. Vier elastische Kunststoffbälle werden mit Wasser gefüllt, das durch ein Ventil zurückgehalten wird. Mit einem Hydraulikkolben und Seilen werden die Bälle bei Bedarf ruckartig zusammengezogen. Der Rückstoß sorgt für die Beschleunigung. Der Wasser-Jet ist vor allem für kleine Boote, Jetskis oder Tauchscooter geeignet.

Der Antrieb verursacht kaum Geräusche und ist ungefährlich für die Wasserfauna. Die Herstellung im 3D-Drucker im Schmelzschichtungsverfahren erlaubt zudem eine schnelle Produktion. Die Bälle werden aus widerstandsfähigen Kunststoffen wie Polyurethan hergestellt, die nach dem Zusammendrücken automatisch wieder ihre ursprüngliche Form annehmen.

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Erstellt am 03.07.2013 17:00 Uhr

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